Druckschrift 
Oberon
Entstehung
Seite
250
Einzelbild herunterladen
 

250

Oberon.

30 .

Und wie er ihn zu Rom im Lateran gesucht,

Und, seiner dort viel Wochen ohne FrnchtErwartend, unvermerkt sein Bischen Geld verzettelt,Darauf, mit Muscheln ausstaffiert,

Sich durch die halbe Welt als Pilger dnrchgebettelt,Bis ihn sein guter Geist zuletzt hierher geführt,

Wo Fatme, die er unverhofft gefunden,

Auf beßre Zeit Mit ihm zu harren sich verbunden.

31 .

Zum Glück ist immer unversehrt(Setzt er hinzu) das Kästchen mitgezogen,

Das euch der schöne Zwerg zu Askalon verehrt:

Denn, wie ich sehe, Horn und Becher sind entflogen.Verzeiht mir, lieber Herr! ich traf den wunden Ort;

Es war nicht hübsch an mir so frei heraus zu Platzen;Die Freude, daß ich euch gefunden, macht mich schwatzen;Allein, ihr kennt mein Herz, und weiter nun kein Wort!

32 .

Der edle Fürstensohu drückt seinem guten AltenDie Hand, und spricht: Ich kenne deine Treu,

Sollst alles wissen, Freund! ich will dir nichts verhalten:Allein, vor allem, steh in einem Ding mir bei.

Das Kästchen, das du mir erhalten,

Ist an Juwelen reich. Denkst du nicht auch, es seiAm besten angewandt, mir eilends Pferd und WaffenUnd ritterlichen Schmuck in Tunis anzuschaffen?