Zehnter Gesang.
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15 .
Erblassend, ohne Glanz, naht sich der Sylfe, blicktIhn schweigend an, und seine Augen fragenDem Kummer nach, der seinen König drückt;
Denn Ehrfurcht hält ihn ab die Frage laut zu wagen.Schau ans, spricht Oberon. Und mit dem Worte weistIn einer Wolke, die mit ansgespanntem FlügelVorüber fahrt, sich dem bestürzten GeistDes armen Hüons Bild als wie in einem Spiegel.
16 .
Versunken in der tiefsten Noch,
An seines Herzens offnen WundenVerblutend, steht er da, verlassen und gebundenIm öden Wald, und stirbt den langen Martertod.
In diesem hoffnungslosen Stande
Schwellt seine Seele noch das zürnende Gefühl:
„Verdient' ich das? verdiente daS Amande?
Ist unser Elend nur den höher» Wesen Spiel?
17 .
„Wie nntheilnehmend bleibt bei meinem furchtbar» Leiden,Wie ruhig alles um mich her!
Kein Wesen fühlt mit mir; kein Sandkorn rückt am MeerAus seinem Platz, kein Blatt in diesen LaubgebäudenFällt meinetwegen ab. Ein scharfer Kiesel war'
Um meine Bande durchzuschneidenGenugsam — ach! im ganzen Raum der ZeitIst keine Hand, die ihm dazu Bewegung leiht!