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Zehnter Gesang.
d.
Mitleidig reicht er ihr die abgezehrte Hand,
Der letzte, treuste Freund der Leidenden! Sie steigetHinab mit ihm ins stille Schattenland,
Wo aller Schmerz, wo aller Jammer schweiget;
Wo keine Kette mehr die freie Seele reibt,
Die Scenen dieser Welt wie Kindertränme schwinden,Und nichts aus ihr als unser Herz uns bleibt:
Da wird sie alles, was sie liebte, wiederfinden!
10 .
Wie ein verblutend Lamm, still duldend, liegt sie da,Und seufzt dem letzten Augenblick entgegen:
Als, in der stillen Nacht, sich ihr TitaniaTrost bringend naht. Ein unsichtbarer RegenBon Schlummcrdüften stärkt der schönen DulderinMatt schlagend Herz, und schläft den äußern SinnUnmerklich ein. Da zeigt sich ihr im TraumgesichteDie Elfenkönigin in ihrem Rosenlichtc.
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11 .
Aus! spricht sie, fasse Mnth! Dein Sohn und dein GemahlSie athmen noch, sind nicht für dich verloren.
Erkenne mich! Wenn du zum dritten Mal ^
Mich wieder sichst, dann ist, was Oberon geschworen, °-
Erfüllt durch eure Treu. Ihr endet unsre Pein,
Und wie wir glücklich sind, so werdet ihr es sein.
Mit diesem Wort zerfließt die Göttin in die Lüfte, ' ^
Doch wehen, wo sie stand, noch ihre Nosendüfte.
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