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Oberon
Entstehung
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231
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Neunter Gesang.

231

39 .

Sie rafft sich auf, und sinkt au Hüons Brust,

Und beide werfen nun sich bei der kalten HülleDer reinsten Seele hin, in ehrfurchtsvoller Stille,

Und sättigen die schmerzlich süße Lust

Zu weinen, drücken oft, um endlich wegzugehen,

Auf seine Hand der Liebe letzten Zoll,

Und bleiben immer, nie gefühlter Regung voll,

Bei dem geliebten Bild, als wie bezaubert, stehen.

40 .

Es war als sähen sie auf seinem AngesichtDie Dämmerung von einem neuen Leben,

Und wie von reinem HimmelslichtDen Wederschcin um seine Stirne weben,

Der schon zum geist'gen Leib den Erdenstoff verfemt,Und um den stillen Mund, der ebenVom letzten Segen noch sich sanft zu schließen scheint,Ein unvergängliches kaum sichtbars Lächeln schweben.

41 .

Ist dir's nicht auch (ruft Hüon, wie entzückt,Amanden zu, indem er auswärts blickt)

Als fall' aus jener Welt ein Strahl in deine Seele?So fühlt' ich nie der menschlichen NaturErhabenheit! noch nie dich Erdenleben nurAls einen Weg durch eine dunkle HöhleIns Reich des Lichts! nie eine solche StärkeIn meiner Brust zu jedem guten Werke!