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Oberon
Entstehung
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Oberon.

36 .

Kaum war der Morgen aufgegangen,

So sucht mit Lebendem unruhigem VerlangenAmanda ihren Freund, der seine Lagerstatt,

Fern von Alfons und ihr, in einem Felsen hat.

So hastig eilt sie fort, daß sie (was nie geschehenSeitdem sie Mutter war) vor lauter Eil' vergißtNach ihrem Sohn, der noch ihr Schlafgeselle ist,

Und ruhig (glaubt sie) schläft, vorher sich umzusehen.

37 .

Sie findet ihren Mann, im Garten irrend, auf,

Und beide nehmen auf der Stelle,

Was sie besorgen sich verbergend, nach der ZelleDes alten Vaters ihren Lauf.

Wie klopft ihr Herz indem sie seinem Lager

Sich langsam nahn! Er liegt, die Hände auf sein Herz

Gefaltet, athemlos, sein Antlitz bleich und hager,

Doch edel jeder Zug, und rein, und ohne Schmerz.

38 .

Er schlummert nur, spricht Rezia, und legtDie Hand, so leicht daß sie ihn kaum berühret,

Auf seine Hand und, da sie kalt sie spüretUnd keine Ader mehr sich regt,

Sinkt sie in stiller Wehmuth auf den blassenErstarrten Leichnam hin; ein Strom von Thränen brichtAus ihrem Aug' und Ladet sein Gesicht:

O Vater, ruft sie aus, so hast du uns verlassen!