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Oberon
Entstehung
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Neunter Gesang.

33 .

Und, dicht in Schatten eingeschleiert, fliegt

Sie schnell dem Lager zu, wo zwischen Mandelbäumen

(Der Knabe neben ihr) die Königstochter liegt,

Aus ihrem Schlaf von ahnungsvollen TräumenOft aufgestört. Titania berührtDie Brust der Schläferin (damit die Unruh schweigeDie in ihr klopft) mit ihrem Nosenzweigc,

Und raubt den Knaben weg, der nichts davon verspürt.

34 .

Sie kommt zurück mit ihrem schönen RaubeUnd spricht zu ihren Grazien: Ihr sehtDas grausame Gestirn, das ob Amanden steht!

Eilt, reitet dieses Kind in meine schönste Laube,

Und Pfleget sein, als wär's mein eigner Sohn.

Drauf zog sie aus den: Kranz um ihre Stirne

Drei Roscnknospen aus, gab jeder holden Dirne

Ein Knöspchen hin, und sprach: Hinweg, es dämmert schon!

33 .

Thut wie ich euch gesagt, und alle Tag' und StundenSchaut eure Rosen an; und wenn ihr alle dreiZu Lilien werden seht, so merket dran, ich seiMit Oberon versöhnt und wieder neu verbunden.

Dann eilet mit Amandens Sohn herbei,

Denn mit der meinen ist auch ihre Noth verschwunden.

Die Nymphen neigten sich, und flohn

Zn einem Wölkchen schnell hinweg mit Hüons Sohn.