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Oberon
Entstehung
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225
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Neunter Gesang.

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21 .

Dranf sitzen sie wohl eine Stunde langBeisammen, sich recht satt zu klagen und zu weinen,Und beide sich, aus treuem Liebesdrang,

Zum Preis des, schönsten Paares zu vereinen,

Das je die Welt geziert. Nein, ruft sie vielmals, nie,Nie werd' ich eine Frau, wie diese, wieder sehen!

Noch ich, ruft Scherasmin in gleicher Melodie,

Je einem Fürstensohn wie er zur Seite stehen!

22 .

Zuletzt, nachdem er sich wohl dreimal sagen lassen,Wie alles sich begab, geht ihm' ein schwacher ScheinVon Glauben auf, und läßt ihn Hoffnung fassen,

Sie könnten beide doch vielleicht gerettet sein.

Je mehr er es bedenkt, je minder geht ihm ein,

Daß Oberon auf ewig sie verlassen.

In allem dem, was er für sic gethan,

War Absicht, wie ihn däucht, und ein geheimer Plan.

23.

Bei diesem schwachen Hoffnungsschimmer,

Der wie ein fernes Licht in tiefer Nacht ihm scheint,Entschließt er sich, von Fatmcn nnn sich nimmerZn trennen, und, mit ihr durch gleichen Schmerz vereint.Des Schicksals Aufschluß hier in Tunis abzuwarten.Durch ihren Vorschub tauscht er Pilgerstab und KleidMit einem Sklavenwams und einem Grabescheid,

Und dient um Tagelohn im königlichen Garten.

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