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Oberon.
18 .
Bist du es, Fatme, ruft an ihrer nassen Wange
Der Pilger freudig ans; ist's möglich? —Ach! schon lange
Ließ Scherasmin die Hoffnung sich vergehn!
Ist's möglich daß wir uns zu Tunis Wiedersehn?
Was für ein Wind hat euch in diese HeidenlandeVerweht? Und wo ist Hüon und Amande?
Ach, Scherasmin, schreit Fatme laut, und brichtIn Thränen aus — Sie sind — Ich arme! — Frage nicht!
19 .
Was sagst du? ruft der Alte — Gott verhüte!
Was sind sie? sprich! — „Ach, Scherasmin, sie sind —"Mehr bringt sie nicht heraus. Das stockende GeblüteErstickt die Red' in ihrer Brust — Sie sind? —
O Gott! schluchzt Scherasmin, und weinet wie ein KindAn Fatmens Hals — In ihrer vollen Blüthe!
Das ist zu hart! Allein mir schwante lang' vorherNichts gutes! Fatme — ach! die Probe war zu schwer!
20 .
Sobald die gute Frau zum kläglichen BerichteNur wieder Athem hat, erzählt sie Stück für Stück,Von seiner Abreis' an bis auf den AugenblickDer Schrcckensnacht — da, beim anffackelnden LichteDer Blitze, Rezia durch alles Volk, das dichteAuf Hüon drängt, sich stürzt, den Arm in LiebcswuthUm den Geliebten schlingt und in die wilde FluthIhn mit sich reißt, — die traurige Geschichte.