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Neunter Gesang. 223
15 .
Was könnt' er anders thun? Sein Geld war aufgezehrt,Und eine Perle nnr vom Kästchen anzugreifen,
(Das billig hundertfachen Werth
In Hüons Angen hat, wcil's Oberon ihm verehrt)
Eh ließ' er sich den Balg vom Leibe streifen!
Von einem Pilgersmann wird weder Gold begehrtNoch Silbergeld; er kann mit MuschelschalenUnd Litauern die halbe Welt bezahlen.
16 .
So bettelt nun zwei Jahre lang und mehr
Der treue nnverdroßnc Alte
Sich durch die Welt, die Länge und die Quer',
Und macht an jedem Port, auf jeder Insel Halte,
Fragt überall vergebens seinem Herrn
Und seiner Dame nach — bis ihn zuletzt sein Stern,
Und ein geheimer Trieb, der seine Hoffnung schüret,
Nach Tunis vor die Thür des alten Gärtners führet.
17 .
Er setzt sich dort auf eine Bank von Stein,
Um, müd' und schwach von langem Fasten,
Im Schatten da ein wenig auszurasten,
Und eine Sklavin bringt ihm etwas Brot und Wein.
Sie steht dem Mann im braunen PilgerkleideErstaunt ins Aug', und er der Sklavin ebenfalls,
Und sich mit einem Schrei des Schreckens und der FreudeErkennend, fallen sie einander um den Hals.