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Oberon
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Oberon.

63 .

Das einz'ge was ihr noch, mit einem Traum des SchattensVon Trost, ihr ewig Leid versüßt,

Ist, baß vielleicht ddr Zustand ihres GattensDem ihren gleicht, und er vielleicht noch härter büßt.Gewiß, noch liebt er sie! und o! wofern er liebet,

Er, durch sich selbst verdammt zum Schöpfer ihrer PeinUnd seiner eignen Qual, wie elend muß er sein!

So elend, daß sie gern ihm ihren Theil vergicbet!

64 .

Doch, da für jede Seelenwnnde,

Wie tief sie brennt, die Zeit, die große Trösterin,

Den wahren Balsam hat: so kam zuletzt die StundeAuch bei Titania, da ihr verdumpfter SinnSich allgemach entwölkt, ihr Herz gednld'ger leidet,

Und ihre Phantasie in Grün sich wieder kleidet;

Sie giebt den Schmeichelein der Hoffnung wieder Raum,Und was unmöglich schien wird itzt ihr Morgentraum.

65 .

Ans ein mal grauet ihr vor diesen düstern Schlünden,Worin sie einst sich gern gefangen sah;

Schnell muß aus ihrem Aug ein Theil der Klippen schwinden,Und ein Elysium steht blühend vor ihr da.

Auf ihren leisen Ruf erschienenDrei liebliche Sylphiden, die ihr dienen;

Ein schwesterliches Drei, das ihren Gram zerstreut,

Und der Verlaßnen, mehr aus Lieb' als Pflicht, sich weiht.

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