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Oberon
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Oberon.

57 .

Zn spät beweint sic nnn die eitle, rasche ThatDes Augenblicks; fühlt mit beschämten WangenDie Größe ihrer Schuld, den schweren Hochverrat!;,Den sie an ihm und an sich selbst begangen.Vergebens kämpft ihr Stolz der stärker» ZärtlichkeitEntgegen! Ach! sie flöge himmelweit,

Und würfe gern, um ihr Vergehn zu büßen,

In Thränen sich zu des Erzürnten Füßen.

58 .

Was hälf' es ihr? Er schwor, in Wasser noch in Luft,Noch wo im Blüthenhain die Zweige Balsam regnen,

Noch wo der hagre Greif in ewig finstrer GruftBei Zauberschätzen wacht, ihr jemals zu begegnen!Vergebens kam' ihn selbst die späte Rene an;

Ans ewig fesselt ihn der Schwur, den er gethan.

Ihn anszusöhnen bleibt ihr keine Pforte offen!

Denn von der cinz'gen, ach! was ist von der zu hoffen!

59 .

Sie ist ans ewig zu. Denn nur ein liebend PaarWie keines ist, wie niemals eines warNoch sein wird, schließt sie ans. Von schwachen AdamskindernZu hoffen eine Treu, die keines Sturmwinds StoßErschüttert, eine Treu, die keine Probe mindern,

Kein Reiz betäuben kann? Unmöglich! Hoffnungslos

Sinkt in der fernsten Zukunft dunkeln Schooß

Ihr thränenschwerer Blick; nichts kann ihr Elend mindern!