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Oberon.
51 .
Unmerklich schlüpfte so die Winterzcit vorbei.
Und nun erwacht ans ihrem langen Schlummer
Die Erde, kleidet sich aufs neu
In Helles Grün; der Wald, nicht mehr ein stummer
Verödeter Ruin, wo nur die Pfeiler stehn
Der prächt'gen Laubgewölb' und hohen Schattcngänge
Des Tempels der Natur, steht wieder voll und schön,
Und Laub drückt sich an Laub in lieblichem Gedränge.
52 .
Mit Blumen decket sich der Busen der Natur,Anfblühend lacht der Garten und die Flur;
Man hört die Luft von Vogelfang erschallen;
Die Felsen stehn bekränzt; die fließenden KrvstallenDer Quellen rieseln wieder reinAm frischen Moos herab; den immer dichter« HainDnrchschmettert schon, im lauen Mondenschein,
Die stille Nacht hindurch, das Lied der Nachtigallen.
53 .
Amanda, deren Ziel nun immer näher rückt,
Sucht gern die Einsamkeit, sucht stille dunkle SteigeIm Hain sich aus, und dicht gewölbte Zweige.
Da lehnt sie oft, von Ahnungen gedrückt,
An einem blüh'nden Baum, und freuet sich des WebensUnd Snmsens und Gedrängs und allgemeinen LebensIn seinem Schooß — und drückt mit vorempsnndncr LustEin lieblich Kind im Geist an ihre Brust;