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Oberon
Entstehung
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207
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Achter Gesang.

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48 .

Oft sitzen sic, der fromme freundliche GreisIn ihrer Mitt', Amanda seine rechteIn ihrer linken Hand, und hören halbe NächteIhm zu, von seiner langen Lebensreis'

Ein Stück, das ihm lebendig wird, erzählen.

Vom Antheil, den die warmen jungen SeelenAn allem nehmen, wird's ihm selber warm dabei,Dann werden unvermerkt aus zwei Geschichten drei.

49 .

Zuweilen, um den Geist des Trübsinns zu beschwören,

Der, wenn die Flur in dumpfer Stille traurt,

Im Sckmeegewölk mit Eulenflügeln laurt,

Läßt Hüon seine Kunst auf einer Harfe hören,

Die er von ungefähr in einem Winkel fand,

Lang' ungebraucht, verstimmt, und kaum noch halb bespannt:Doch scheint das schnarrende Holz von Orpheus Geist beseelet,Sobald sich Rezia's Gesang mit ihm vermählet.

50 .

Oft lockte sie ein Heller Wintertag,

Wenn fern die See von strenger Kälte rauchte,

Der blendend weiße Schnee dicht auf den Bergen lag,

Und itzt die Abcndsonn' ihn wie in Purpur tauchte,

Dann lockte sie der wunderschöne GlanzIm reinen Strom der kalten Luft zu baden.

Wie mächtig fühlten sie sich dann gestärkt! wie ganzDurchheitert, neu belebt, und alles Grams entladen!