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Oberon
Entstehung
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203
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Und wie in einem Traum die Liebe sich entsponnen,Die ihn beim ersten Blick mit Nezia vereint;

Wie er mit ihr aus Babylon entronnen,

Und das Verbot, das sein erhabner FreundIhm auferlegt, und wie, sobald er dessenIn einem Augenblick von Liebesdrang vergessen,

Die ganze Natur sich gegen sie empört

Und ihres Schützers Huld in Rache sich verkehrt.

37 .

Wohl, spricht der edle Greis, wohl dem, den sein GeschickSo liebreich, und zugleich so streng, als dich, erziehet,

Den kleinsten Fehltritt ihm nicht straflos übersiehet,

Wohl ihm! denn ganz gewiß, das reinste ErdenglückErwartet ihn. Auf Herzen wie die euernZürnt Oberon nicht ewig. Glaube mir,

Mein Sohn, sein Auge schwebt unsichtbar über dir;

Verdiene seine Huld, so wird sie sich erneuern!

38 .

Und wie verdien' ich sie? mit welchem Opfer still'

Ich seinen Zorn? fragt Hüon rasch den Alten;

Ich bin bereit, es sei so schwer es will!

Was kann ich thun? Freiwillig dich enthalten,

Antwortet ihm Alfons: was du gesündigt hast

Wird dadurch nur gebüßt. Der junge Mann erblaßt.

Ich fühl' es, spricht der Greis mit sanft erröthender Wange;Allein, ich weiß von wem ich es verlange!