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Oberon
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Oberon.

33 .

Schon dreimal wechselte der Tag sein herbstlich Licht»Seit diese Freistatt sie in ihrem Schooße heget»

Und beide können noch sich des Gedankens nichtEinschlägen, daß der Greis» der sie so freundlich pfleget,Kein wahrer Greis, daß er ein Schutzgeist ist,

Vielleicht ihr Oberon selbst, der ihres Fehls vergißt,Und, da sie schwer genug (däucht sie) dafür gebüßet,Bald wieder glücklich sie zu machen sich entschließet.

34 .

Nun schwindet zwar allmälich dieser Wahn,

Und ach! mit ihm stirbt auch, nicht ohne Schmerzen,Die Hoffnung die er nährt; doch schmiegen ihre HerzenSich an ein Menschenherz nur desto stärker an.

Es war so sanft das Herz des guten Alten,

So zart sein Mitgefühl, sein innrer Sinn so rein,Unmöglich konnten sie sechs Tage um ihn seinUnd länger sich vor ihm verborgen halten.

35 .

Der junge Mann, im Drang der DankbarkeitUnd des Vertrauns, (zumal da ihn zu fragenSein Wirth noch immer säumt) eröffnet ungescheutIhm seinen Namen, Stand, und was, seit jener Zeit,Da er zu Montlery des Kaisers Sohn erschlagen,

Bis diesen Tag mit ihm sich zugetragen;

Durch welchen Auftrag Karl den Tod ihm zugedacht,Und wie er glücklich ihn mit Oberons Schutz vollbracht;