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Oberon
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Achter Gesang.

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30 .

So war der fromme Greis, vor dem mit KindcStricbcnAmanda niederfiel. Auch er, so lang' entwöhntZu sehn, wornach das Herz sich doch im Stillen sehnt,Ein menschlich Angesicht erlabt nun an dem lieben,Herzrührcnden, nicht mehr gehofften Anblick sichUnd drückt die sanfte Hand der Tochter väterlich,Umarmt den neuen Sohn zum zweiten Mal, und blicketSprachlosen Dank zu dem, der sie ihm zugeschicket;

31 .

Und führt sic ungesäumt nach seiner Ruhestatt,

Zu seinem Quell, in seine Gartenlauben,

Bedeckt mit goldnem Obst und großen Pnrpurtrauben,

Und setzt sie in Besitz von allem was er hat.

Natur, spricht er, bedarf weit minder als wir glauben;Wem nicht an wenig gnügt, den macht kein Reichthum satt:Ihr werdet hier, so lang' die Prüfnngstage währen,

Nichts wünschenswürdiges entbehren.

32 .

Er sagte dieß, weil ihm der erste Blick gezeigt,

Was er nicht fragen will und Hüon ihm verschweigt.Denn beide, hatte gleich das Elend ihre BlütheHalb abgestreift, verriethen durch GestaltUnd Sinnesart, wo nicht ein königlich Geblüte,

Doch sichrer einen Werth, dem selbst die AllgewaltDes- Glücks nicht rauben kann vom reinen VollgehaltDer innern angebornen Güte.