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Oberon
Entstehung
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Oberon.

21 .

Alfonso floh in dieses unwirthbare

Verlaßne Eiland, floh mit fast zerstörtem Sinn

In dieß Gebirg, und fand mehr als er suchte drin,

Erst Ruh, und, mit dem stillen Fluß der Jahre,

Zuletzt Zufriedenheit. Ein alter Diener, derIhn nicht verlassen wollt', die einz'ge treue Seele,

Die ihm sein Unglück ließ, begleitet' ihn hierher,

Und ihre Wohnung war nun eine Felsenhöhle.

22 .

Allmälich hob sein Herz sich aus der trüben FluthDes Grams empor; die Nüchternheit, die Stille,

Die reine freie Luft, durchläuterten sein Blut,Entwölkten seinen Sinn, belebten seinen Muth.

Er spürte nun, daß, aus der cw'gen Fülle

Des Lebens, Balsam, auch für seine Wunden, quille.

Oft brachte die Magie von einem Sonnenblick

Ans einmal aus der Gruft der Schwermnth ihn zurück.

23 .

Und als er endlich dieß Elysium gefunden,

Das, rings umher mit Wald und Felsen eingeschanzt,Ein milder Genius, recht wie für ihn, gepflanzt,

Fühlt' er auf einmal sich von allem Gram entbunden,Aus einer ängstlichen traumvollen FiebernachtAls wie zur Dämmerung des ew'gen Tags erwacht.Hier, rief er seinem Freund, vom unverhofften SchauenDes schönen Orts entzückt, hier laß uns Hütten bauen!