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Oberon
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197
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Achter Gesang.

18 .

In diesem Stnrm, der alles ihm geraubt,

Blieb ihm ein Schatz, wodurch (ganz gegen Hofcs-Sitte)Alfonso sich vollkommen schadlos glaubt,

Ein liebend Weib, ein Freund, und eine Hütte.

Laß, Himmel, diese mir, war nun die einz'ge Bitte,

Die sein befriedigt Herz zu wagen sich erlaubt.

Zehn Jahre lang ward ihm, was er sich bat, gegeben;Allein, sein Schicksal war, auch dieß zu überleben.

19 .

Drei Söhn', im vollen Trieb der ersten Jugcndkraft,

Der eignen Jugend Bild, die Hoffnung grauer Jahre,

Sie wurden durch die Pest ihm Plötzlich weggerafft.

Bald legt auch Schmerz und Gram die Mutter auf die Bahre.Er lebt, und niemand ist der mit dem Armen weint,

Denn ach! verlassen hat ihn auch sein letzter Freund!

Er steht allein. Die Welt die ihn nmgiebet

Ist Grab von allem Grab, was er, was ihn geliebet.

20 .

Er steht, ein einsamer vom Stnrm entlaubter Baum,Die Quellen sind versiegt, wo seine Freuden quollen.Wie hätt' ihm itzt die Hütte, wo er kaumNoch glücklich war, nicht schrecklich werden sollen?

Was ist ihm nun die Welt? Ein weiter leerer Raum,Fortunens Spielraum, frei ihr Rad herum zu rollen!Was soll er länger da? Ihm brach sein letzter Stab,Er hat nichts mehr zu suchen als ein Grab.