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Oberon
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196
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196

Oberon.

15 .

Den Rost der Welt, der Leidenschaften Spur,

Hat längst der Fluß der Zeit von ihr hinweg gewaschen.Fiel' eine Krön' ihm zu, und es bedürfte nurSie mit der Hand im Fallen aufznhalten,

Er streckte nicht die Hand. Verschlossen der Begier,

Von keiner Furcht, von keinem Schmerz betroffen,

Ist nur dem Wahren noch die heitre Seele offen,

Nur offen der Natur, und rein gestimmt zu ihr.

16 .

Alfonso nannt' er sich, bevor er ans den WogenDer Welt geborgen ward, und Leon war das LandDas ihn gebar. Zum Fürstendienst erzogen,

Lief er mit Tausenden, vom Schein wie sie betrogen,

Dem Blendwerk nach, das immer vor der HandIhm schwebte, immer im Ergreifen ihm entschwand,

Dem schimmernden Gespenst, das ewig Opfer heischet,

Und, gleich dem Stein der Narr'n, die Hoffnung ewig täuschet.

17 .

Und als er dergestalt des Lebens beste ZeitZm Rausch des Selbstbetrugs an Könige verpfändet,

Und Gut und Blut, mit fenr'ger Willigkeit

Und unerkannter Treu, in ihrem Dienst verschwendet,

Sah er ganz unverhofft, im schönsten Morgenroth

Der Gunst, durch schnellen Fall sich frei von seinen Ketten;

Noch glücklich, ans der Schiffbruchsnoth

Das Leben wenigstens auf einem Bret zu retten.