Siebenter Gesang.
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SO.
Oft, wenn sie vor ihm steht, drückt sie des Gatten HandStillschweigend an die Brust, und lächelnd hält sie ThränenZurück im ernsten Slug'. Ein neues zartres BandWebt zwischen ihnen sich. Sie sühli ein stilles SehnenVoll neuer Ahnungen den Mutterbusen dehnen;
Was iunigers als was sie je empfand,
Ein dunkles Vorgefühl der mütterlichen Triebe,
Durchglüht, durchschandert sie, und heiligt ihre Liebe.
91 .
Dieß süße LiebeSpfand ist ihr ein Pfand zugleich,
Sie werde nicht von dem verlassen werden,
Der was er schasst in seinem großen gleichAls Vater liebt. Gern trägt sie die BeschwerdenDes ungewohnten Stands, verbirgt behutsam sieVor Hüons Blick, und zeigt ihm ihren Kummer nie,
Läßt lauter Hoffnung ihn im heitern Auge schauen,
Und nährt in seiner Brust das schmachtende Vertrauen.
92 .
Zwar er vergaß des hohen Schwures nicht,
Den er dem Himmel und Amanden zugeschworen:
Doch desto tiefer liegt das drückende Gewicht;
Denn Sorgen ist nun doppelt seine Pflicht.
Bedarf es mehr sein Herz mit Dolchen zu durchbohren,
Als dieses rührende Gesicht?
Zeigt die gehoffte Hüls' in kurzer Zeit sich nicht,
So ist sein Weib, sein Kind, zugleich mit ihm verloren.
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