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Oberon
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185
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Siebenter Gesang.

185

84.

Von beiden wnrde noch desselben Tags die Bucht,

Die ihren Palmbaum trug, mit großem Fleiß durchsucht,Und sünf bis sechs von gleicher Art gefunden,

Die hier und da voll goldner Trauben stunden.

Das frohe Paar, hierin den Kindern gleich,

Dünkt mit dem kleinen Schatz sich unermeßlich reich;

Bei süßem Scherz und fröhlichem DurchwandernDes Palmenthals verfliegt ein Abend nach dem andern.

85.

Allein der Vorrath schwand; ein Jahr, ein Jahr mit BleiAn Füßen, braucht's ihn wieder zu ersetzen,

Und, ach! mit jedem Tag wird ihr Bedürfniß neu.

Arm kann die Liebe sich bei Wenig glücklich schätzen,

Bedarf nichts außer sich, als was Natur bedarfDen Lebensfaden fortznspinncn;

Doch, fehlt auch dieß, dann nagt der Mangel doppelt scharf,Und die allmächtigste Bezanbrung muß zerrinnen.

86 .

Mit Wurzeln, die allein der Hunger eßbar macht,

Sind sie oft manchen Tag genöthigt sich zu nähren.

Oft, wenn, vom Suchen matt, der junge Mann bei NachtZur Höhle wiederkehrt, ist eine Hand voll Beeren,

Ein Mewcn-Ei, geraubt im steilen Nest,

Ein halb verzehrter Fisch, vom gierigen WasserrabenErbeutet, alles, was das Glück ihn finden läßt,

Sie, die sein Elend theilt, im Drang der Noth zu laben.