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Oberon
Entstehung
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181
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Siebenter Gesang.

181

72 .

Ihn sieht mit einem Blick, worin der Himmel sich

Ihm öffnet, voll von dem, was kaum ihr Busen fasset,

Amanda an: Laß, spricht sie, Hüon, mich

Aus dem geliebten Mund was meine Seele hasset

Nie wieder hören! Klage dich

Nicht selber an, nicht den, der was uns drücket

Uns nur zur Prüfung, nicht zur Strafe zugeschicket;

Er prüft nur die er liebt, und liebet väterlich.

73 .

Was uns seit jenem Traum, der Wiege unsrer LiebeBegegnet ist, ist's nicht Beweis hiervon?

Nenn', wie du willst, den Stifter unsrer Triebe,Vorsehung, Schicksal, Oberon,

Genug, ein Wunder hat dich mir, mich dir gegeben!

Ein Wunder unser Bund, ein Wunder unser Leben!

Wer führt' ans Bagdad unversehrt

Uns aus? Wer hat der Fluth, die uns verschlang, gewehrt?

74 .

Und als wir, sterbend schon, so unverhofft den WogenEntrannen, sprich, wer anders als die Macht,

Die uns beschützt, hat uns bisher bedacht?

Aus ihrer Brust Hab' ich's gesogen,

Das Wasser, das in dieser bangen Nacht

Mein kaum noch glimmend Licht von neuem angefacht!

Gewiß auch dieses Mahl, das unser Leben fristet,

Hat eine heimliche wohlthät'ge Hand gerüstet!