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Oberon.
69 .
Zum Göttermahl! Denn ruhet nicht ihr HauptAn Hüons Brust? Hat er sie nicht gebrochen,
Die süße Frucht? nicht er des Schlummers sich beraubt,Und ihr zu Lieb' so manche Kluft dnrchkrochen?
So rechnet ihm die Liebe alles an,
Und schätzt nur das gering, was sie für ihn gethan.
Die Wolken zu zerstreun, die seine Stirn umdnnkeln,Läßt sie ihr schönes Aug' ihm lauter Freude funkeln.
70 .
Er fühlt den Ueberschwang von Lieb' und EdelmuthIn ihrem zärtlichen Betragen;
Und mit bethräntem Aug' und Wangen ganz in GluthSinkt er an ihren Arm. O sollt' ich nicht verzagen,Ruft er, mich selbst nicht hassen, nichtVerwünschen jeden Stern, der ans die Nacht geschimmert,Die mir das Leben gab, verwünschen jenes LichtAls ich im Mntterarm zum ersten Mal gewimmert?
71 .
Dich, bestes Weib, durch mich, durch mein Vergehn,
Von jedem Glück herab gestürzt zu sehn,
Von jedem Glück, das dir zu Bagdad lachte,
Von jedem Glück, das ich dich hoffen machteIn meinem väterlichen Land!
Erniedrigt — dich! — zu diesem dürftigen Stand!
Und noch zu sehn, wie du dieß alles- ohne KlagenErträgst — es ist zu viel! Ich kann es nicht ertragen!