Siebenter Gesang.
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bk.
„Um einen Thron hat Liebe dich betrogen!
Und, ach! wofür? — Du, auf dem weichen SchooßDer afiat'schen Pracht wollüstig auserzogen,
Liegst nun auf hartem Fels, der weite HimmelsbogenDein Baldachin, dein Bett' ein wenig Moos;
Vor Wittrnng unbeschützt und jedem Zufall bloß,Noch glücklich, hier, wo Disteln kaum bekleiben,
Mit etwas wilder Frucht den Hunger zu betäuben!
67 .
„Und ich — der, in des Schicksals strenger Acht,
Mit meinem Unglück, was mir nähert, anzusteckenVerurtheilt bin — anstatt vor Unfall dich zu decken,Ich habe dich in diese Noth gebracht!
So lohn' ich dir was du für mich gegeben,
Für mich gewagt? Ich Unglücksel'ger, nun
Dein Alles in der Welt, was kann ich für dich thun,
Dem selbst nichts übrig blieb als dieses nackte Leben?"
68 .
Dieß quälende Gefühl wird unfreiwillig laut,
Und weckt aus ihrem Schlaf die anmuthsvolle Braut.Das erste was sie sieht, ist Hüon, der, mit Blicken,In denen Freud' und LiebestrunkenheitDen liefern Gram nur halb erdrücken,
In ihren Schooß des Palmbaums Früchte streut.
Die magre Kost, und eine Muschelschale
Voll Wassers macht die Noth zu einem Göttermahle.
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