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Oberon
Place and Date of Creation
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175
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Siebenter Gesang.

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54.

Hier zittert mir der Griffel aus der Hand!

Kannst du, zu strenger Geist, in solchem JammerstandNoch spotten ihrer Noth, noch ihre Hoffnung trügen?

Faul, durch und durch, und gallenbitter warDie schone Frucht! Und bleich, wie in den letzten ZügenEin Sterbender erbleicht, sieht das getäuschte PaarSich trostlos an, die starren Augen offen,

Als hält' aus heitrer Luft ein Donner sie getroffen.

5b.

Ein Strom von bittern Thränen stürzt mit WnthAus Hüons Ang': von jenen fnrchtbarn Thränen,

Die ans dem halb gestockten BlutVerzweiflung preßt, mit Augen voller Gluth,

Und gichtrisch zuckendem Mund und grimmvoll klappernden Zähnen.Amanda, sanft und still, doch mit gebrochncm Muth,

Die Angen ausgelöscht, die Wangen welk, zu ScherbenDie Lippen ausgedörrt Laß, spricht sic, laß mich sterben!

5S.

Auch Sterben ist an deinem Herzen süß;

Und Dank dem Rächer, der in seinem Grimme,

So streng er ist, doch diesen Trost mir ließ!

Sie sagt's mit schwacher halb erstickter Stimme,

Und sinkt an seine Brust. So sinkt im Sturm zerknicktDer Lilie welkend Haupt. Von Lieb' und Angst verrücktSpringt Hüon ans, und schließt die theurc SeeleIn seinen Arm, und trägt sie nach der Höhle.