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Oberon.
27 .
Hier wird das Herz ihm groß; er hält die blasse HandVors Aug' und schweigt. Und wer im Kreise stand,Verstummt; kein Herz so roh, das nicht bei seinem FalleAns einen Augenblick von Mitleid überwalle.
Es war ein Blitz, der im Entstehn verschwand.
Sein Tod ist Sicherheit, ist Leben für sie alle;
Und da der Himmel selbst Zum Opfer ihn ersehn,
Wer dürfte, sagen sic, dem Himmel widerstehn?
28 .
Der Sturm, der, seit dem ersten Augenblicke,
Da Hüon sich das Todesurthcil sprach,
Besänftigt schien, kam itzt mit neuem Grimm zurücke.Zersplittert ward der Mast, das Steuer brach.
Laßt, schreit das ganze Schiff, laßt den Verbrecher sterben!Der Hauptmann nähert sich dem Ritter: Junger Mann,Spricht er, du siehst daß dich Verzug nicht retten kann,Stirb, weil es sein muß, frei, und rett' uns vom Verderben!
29 .
Und mit entschloßnem Schritt naht sich der PaladinDem Bord des Schiffs. Auf einmal stürzt die Schöne,Die eine Weile her lebloser Marmor schien,
Gleich einer Rasenden durch alles Volk auf ihn:
Es weht im Sturm ihr Haar wie eines Löwen Mähne;Mit hoch geschwellter Brust und Augen ohne ThräneSchlingt sic den starken Arni in liebevoller WuthUm Hüon her, und reißt ihn mit sich in die Fluth.