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Oberon
Entstehung
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159
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Siebenter Gesang.

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6 .

Indessen da sein Fürst und Freund darauf beharrt,

Was kann er thun als sich zum Abschied anzuschicken?

Er küßt Amandens Hand, umarmt mit nassen BlickenDen werthen Fürstensohn, den seine GegenwartNoch kaum erfreute, nun begann zu drücken,

Und Thränen tröpfeln ihm in seinen grauen Bart.

Herr, ruft er, bester Herr, Gott laß euch'« wohl ergehen,Und mögen wir uns bald und fröhlich Wiedersehen!

7.

Dem Ritter schlug sein Herz, da zwischen seinem FreundUnd ihm die offne See stets weiter sich verbreitet.

Was that ich! ach! wozu hat Raschheit mich verleitet!

Wo hat mit seinem Herrn ein Mann es je gemeintWie dieser Mann? Wie hielt er in GefahrenSo treulich bei mir aus! O daß ich es zu spätBedacht! Wer hilft mir nun, wenn mir der Rath entgeht?Und wer in Zukunft wird mich vor mir selbst bewahren?

8 .

So ruft er heimlich aus, und schwört sich selber nunUnd schwört es Oberon, (von dem er, ungesehen,

Unr seine Stirn das leise geist'ge WehenZu fühlen glaubt) sein äußerstes zu thunIm Kampf der Lieb' und Pflicht mit Ehre zu bestehen.Sorgfältig hält er nun sich von Amanden fern,

Und bringt die Nächte zu, starr nach dem Angelstern,

Die Tage, schwermuthsvoll ins Meer hinaus zu sehen.