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Oberon
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154

Oberon.

99 .

Nie werden wir, in Wasser noch in Luft,

Noch wo im Blüthenhain die Zweige Balsam regnen,Noch wo der hagre Greif in ewig finstrer GruftBei Zauberschätzen wacht, einander mehr begegnen.

Mich drückt die Luft in der du athmest! Fleuch!

Und wehe dem verräthrischen Geschlechts,

Von dem du bist, und weh dem feigen Liebeskncchte,

Der eure Ketten schleppt! ich hass euch alle gleich!

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Und wo ein Mann in eines Weibes Stricken,

Als wie ein taumelnder lusttrunkner Auerhahn,

Sich fangen läßt, und liegt und girrt sie an,

Und sangt das falsche Gift aus ihren üpp'gen Blicken;Wähnt, Liebe sei'S was ihr im Schlangenbusen flammt,Und horcht bcthort der lächelnden Sirene,

Trant ihren Schwüren, glaubt der hintcrlist'gen Thräne,Der sei zu jeder Noth, zu jeder Qual verdammt!

101 .

Und bei dem fnrchtbarn Namen sei's geschworen,

Der Geistern selbst unnennbar bleiben muß,

Nichts wende diesen Fluch und meinen festen Schluß:Bis ein getreues Paar, vom Schicksal selbst erkohren,Durch keusche Lieb' in Eins zusammen fließt,

Und, probcfest in Leiden wie in Freuden,

Die Herzen nngetrennt, auch wenn die Leiber scheiden,Der Ungetreuen Schuld durch seine Unschuld büßt.