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Oberon
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Sechster Gesang.

78 .

Der gute Mann, den sehr zur ungelegnen ZeitSein Hüftweh überfallt, weiß seinem armen LeibeSonst keinen Rath, als dem getreuen WeibeBetheurungen zu thun von seiner Zärtlichkeit,

Und daß der Schatten nur von Argwohn himmelweitVon seinem Herzen sei und bleibe.

Somit bestätigt denn der neue FriedensschlussVon beiden Theilen sich mit einem süßen Kuß.

79 .

Das wackre Ehpaar sank aus Leerheit oder FülleDes Herzens, wie ihr wollt, in eine tiefe Stille.

Rosette seufzt. Der Alte fragt, warum?

Nichts, sagt sic wieder seufzend, und bleibt stumm.

Er dringt in sic.Sei unbesorgt, mein Lieber,

Es ist ein Lüstern nur und geht vielleicht vorüber."

Ein Lüstern? Ich versteh'! Wie glücklich machtest duMein Alter noch! Sie schweigt und seufzt noch eins dazu.

80 .

Da hätten wir die Frucht von deinem kalten Baden,Fuhr Gangolf fröhlich fort. Sag' an! es konnte dir,Wenn du's verhieltst, und dem Verborgnen schaden!O! spricht sie, sähest du den schönen Birnbaum hier,So frisch von Laub, so strotzend voll beladenMit reifer goldner Frucht! die Neste brechen schier!Ich sagte nichts, aus Furcht, du möchtest zürnen,Allein ich gäb' ein Aug' um eine dieser Birnen!

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