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Oberon
Place and Date of Creation
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139
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So sanft Rosette war, so fiel doch solch BetragenIhr schwer aufs Herz. Er nennt cs Liebe zwar:Allein sie sah zu wohl nur, was es war,

Und fing, anstatt sich fruchtlos zu beklagen,

Zn überlegen an. So neben einem MannVon fiebcnzig, mit Gicht und Stein beladen,

Durchs Leben, wie durch einen Sumpf, zu Waden,Und noch gequält dazu, däncht ihr ein harter Bann.

55 .

Gar vieles, was sie sonst geduldig übersehen,

Scheint in dem Licht, worin sie jetzt es sehen muß,Höchst widerlich und gar nicht auszustehen.

Sein Zärtlichthun ist jetzt ihr herzlichster Verdruß,Sein Scherz unleidlich plump, und ekelhaft sein Kuß;Wagt er noch mehr, so möchte man vergehen!

Und sic, o grausam! sie ist jung und schön für ihn,Und was ihm unnütz ist, muß sic sich selbst entziehn!

56 .

Und was entschädigt sie? Der Stadt gesellige Freuden,Tanz, Schauspiel, alles das ist ihr verbotne Frucht!Don niemand wird ihr altes Schloß besucht;

Als gingen Geister drin, scheint jeder es zu meiden.Ein großer Garten, hoch mit einer Man'r umfaßt,

Ist alles was sie hat im Kreis sich zu bewegen;Zum Träumen kann sie da an einen Baum sich legen,Und dann sogar ist ihr der blinde Mann zur Last.