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Oberon.
45 .
Rosette, jugendlich vergnügt mit ihrem Loos,
Spart auch dagegen nichts den Alten zu vergnügenNach seiner Art; setzt sich auf seinen SchooßSo viel er will, und läßt auf seinem Knie sich wiegen,Läßt aus Gefälligkeit ihn tändeln wie er kann,
Pflegt seiner, liebevoll, in seinem Unvermögen;
Und, wandelt ihn (wie oft) die Schlafsucht an,
Darf er sein schweres Haupt auf ihren Busen legen.
46 .
So lebten sie in Eintracht manches JahrZusammen, keusch und treu wie fromme Turteltauben,So treu ergeben sie, und er so voller Glauben,
Daß jedermann dadurch erbauet war.
Der gute Mann vergaß bei ihren ScherzenSein Podagra und seine Rückenschmerzen,
Und seinetwegen bloß beklagt' in ihrem HerzenDie junge Frau sein zehntes Stufenjahr.
47 .
Allein, es kam; und ach! zu ihrem großen Leide,
Ein Uebel kam mit ihm auf Gangolss graues Haupt,
Das seiner liebsten Augenweide
Den armen Greis auf lebenslang beraubt.
Nie wird er wieder sich an ihren Blicken sonnen,
Nie wieder sehn dieß reizende Oval,
Wovon zu Engeln und MadonnenSo mancher Maler gern die sanften Züge stahl!