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Oberon
Entstehung
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Oberon.

21 .

Er fühlt die süße Gefahr. O, soll es möglich sein,Du Schönste, ruft er oft, bis Rom es auszuhalten,So wickle dich in sieben Schleier ein!

Verstecke jeden Reiz in tausend kleine Falten;

Laß über dieses Arms lebend'ges ElfenbeinDie weiten Aermel bis zur Fingerspitze fallen,

Und ach! Freund Oberon, vor allenVerwandle bis dahin mein Herz in kalten Stein!

22 .

Es war, wiewohl ihm oft die Kräfte schier versagen,

Des Ritters ganzer Ernst, den Sieg davon zu tragenIn diesem Kampf. Es däucht' ihm groß und schonDas schwerste Abenteur der Tugend anzngchn,

Schon groß und schön, es nur zu wagen,

Und zehnfach schön und groß, es rühmlich zu bestehn.Allein, die Möglichkeit, so einen Feind zu dämpfen,

Der immer starker wird, je mehr wir mit ihm kämpfen?

23 .

Nichts ist, was diesem Feind so bald gewonnen gicbt,Als bei der Schönen, die man liebt,

Sich dem Gefühl stillschweigend überlassen.

Zum Glück erinnert sich Herr Hüon seiner Pflicht,Nach ritterlichem Brauch, sich mit dem UnterrichtDer Sultanstochter zu befassen.

Denn ach! das arme Kind lag noch im Heidcnthnm,Und glaubt' an Mahomed, unwissend zwar warum.