Noch immer wicderhallt der schrcckenvolle TonDes strengen „laßt euch nicht gelüsten"
In seinem Ohr; denn wißt, sprach Oberon,
Daß wir uns sonst auf ewig trennen müßten.
Wie meinte das der Geist? es war ein tiefer SinnIn seinem Blick, der immer ernster, immerBewölkter ward; ach! Thränen schwammen drin,
Und sein Gesicht verlor den sonst gewohnten Schimmer.
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Dieß schwellt mit Ahnungen des guten Ritters Herz.
Er traut sich selbst nicht mehr; der Liebe leichtster ScherzErweckt die Furcht, ob Oberon ihn verdamme.
Indessen frißt die eingeschloßne Flamme
Sich immer tiefer ein. Die Luft, worin er lebt,
Ist Zauberluft, weil Rezia sie theilet;
Ihr Athem weht darin, ihr holder Schatten schwebtUm jeden Gegenstand, ans dem sein Auge weilet.
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Und, o sie selbst glänzt ihn im Morgenlicht,
Im Abendroth, im sanften SchattentageDes Mondes an. In welcher schönen Lage,
In welcher Stellung reizt ihr Nymphenwnchs ihn nicht?Der Schleier, der vor allen fremden AngenSie dicht umhüllt, fällt iiA Gemach zurück,
Erlaubt sogar dem furchtsam kühnen Blick
Sich, Bienen gleich, in Hals und Busen einzusangen.