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Oberon.
9 .
Und tief, o Hüon, sei's in deinen Sinn geprägt!
So lange bis der fromme Papst Sylvester
Ans eurer Herzen Bund des Himmels Weihung legt,
Betrachtet euch als Bruder und als Schwester.
Daß der vcrbotncn süßen FruchtEuch ja nicht vor der Zeit gelüste!
Denn wisset, daß im Nn, da ihr davon versucht,
Sich Oberon von euch auf ewig trennen müßte.
10 .
Er sagt's und seufzt, und stiller Kummer schwilltZu seinem Ang'; er beißet sie ihm nahen,
Und küßt sie auf die Stirn; und als sie aufwärts sahen,
Zerfloß er wie ein Wolksubild
Aus ihrem Blick. Der goldne Tag verhüllt
Sein Antlitz, traurig ranscht's, wie Seufzer durch die Palmen,
Und Land und Meer scheint, dumpf und tief erstillt,
In trübem Duft gestaltlos zu verqualmcn.
11 .
Ein seltsam Weh, ein stilles Bangen brücktDas holde Paar; sie sehn mit blassen WangenEinander an; im offnen Mund ersticktWas jedes sprechen will; sie wollen sich umfangen,Und ein geheimes Granu hält ihren Arm. AlleinIn einem Pulsschlag stürzt der dumpfe Nebel nieder,Lacht alles wie zuvor in goldncm Sonnenschein,
Und Mnth und Freude kehrt in ihre Herzen wieder.