Fünfter Gesang.
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81 .
Als endlich gar die Nacht sic überfiel,
Was Wunder, daß die Furcht zuletzt die Scham besiegte,Und Fatme so gedrang an Scherasmin sich schmiegte,Als wie zum Schlaf an ihren lieben Pfühl!
Dermuthlich daß der Mann dazu sich willig fügte;
In solchen Fällen mischt das Herz sich gern ins Spiel:Jedoch gereicht zum Ruhm des wackcrn Alten,
Daß er wie reines Gold dicß Feuer ausgehalten.
82 .
Ganz anders war das junge Paar gestimmt,
Das Amor itzt mit seiner Mutter SchwanenDavon zu führen schien. Ob auf gewohnten BahnenDen Lauf ihr Zauberfuhrwerk nimmt,
Ob durch die Luft, ob's rollet oder schwimmt,
Ob langsam oder schnell, mit Pferden oder Schwanen,Sanft oder hart, mit oder ohne Fahr,
Sie werden nichts von allem dem gewahr.
83 .
Ein neuer Wonnetraum, ein seliges EntzückenIns Paradies, dünkt sie ihr gegenwärt'ger Stand;
Sie können nichts, als stumm, mit nimmer satten Blicken,Sich anschaun, eins des andern warme HandAns volle Herz in süßer Inbrunst drücken,
Und, während Himmel und Erd' aus ihren Augen schwand,Und sic allein noch übrig waren, fragen:
Jst's, oder träumt uns noch? Sind wir in einem Wagen?