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Oberon.
78 .
Komm, laß uns fliehn, eh' uns den Weg zur FluchtEin neuer Feind vielleicht zu sperren sucht;
Und sei gewiß, sind wir nur erst geborgen,
Wird unser Schützer auch für diese Schläfer sorgen.
Dieß sprechend trägt er sie mit jugendlicher KraftDie Marmortrepp' hinunter bis zum Wagen,
Den Oberon zu ihrer Flucht verschafft,
Und eine süß're Last hat nie ein Mann getragen.
79 .
Die ganze Burg ist furchtbar still und leerWie eine Gruft, und Leichen ähnlich liegenIn tiefem Schlaf die Hüter hin und her;
Nichts hemmt der Liebe Flucht; der Wagen wird bestiegen:Doch traut das Fräulein sich dem Ritter nicht allein;
Mit Scherasmin steigt auch die Amme hastig ein.
Sie, die zum ersten Mal so viele Wunder stehet,
Die arme Frau weiß nicht wie ihr geschiehet.
80 .
Wie wird ihr, da sie rückwärts schautUnd sieht, an Pferde Statt, vier Schwanen vor dem Wagen,Negiert von einem Kind! — Wie schaudert ihr die Haut,Da sie empor gelupft und durch die Luft getragenSich fühlt, und kaum zu athmen sich getraut,
Und nicht begreifen kann, wie, ohne umzuschlagen,
So schwer bepackt der Wagen sich erhebt,
Und, steter als ein Kahn, auf leichten Wolken schwebt!