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Oberon
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Oberon.

84 .

So war's kein Traum als ich im Traum dich sah?

(Nies jedes aus) So war es Rezia?

War's Hüon? und ein Gott hat dich mich finden lassen?

Du mein? ich dein? Wer dürft' es hoffen, wer?

So wundervoll vereint, nnS nimmer nimmermehrZu trennen! Kann das Herz so viele Wonne fassen?"

Und dann von neuem stets einander angcblickt,

Von neuem Hand um Hand an Mund und Herz gedrückt!

85 .

Vergebens hüllt die Nacht mit dunstbeladnen FlügelnDen Luftkreis ein; dieß hemmt der Liebe Sehkraft nicht:Aus ihren Augen strahlt ein überirdisch Licht,

Worin die Seelen selbst sich in einander spiegeln.

Nacht ist nicht Nacht für sie; ElysiumUnd Himmelreich ist alles um und um;

Ihr Sonnenschein ergießet sich von innen,

Und jeder Augenblick entfaltet neue Sinnen.

86 .

Allmälich wiegt die WonnetrunkenhcitDas volle Herz in zauberischen Schlummer;

Die Angen sinken zu, die Sinne werden stummer,

Die Seele dünkt vom Leibe sich befreit,

In ein Gefühl beschränkt, so fest von ihm umschlungen!So inniglich von ihm dnrchathmet und durchdrungen!Beschränkt in Eins, in diesem Einen bloßSich fühlend Aber, o dieß Eins, wie grenzenlos!