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Oberon
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Oberon.

66 .

Der gute SchcraSmin, der an der Thüre fernZum Schutz der Schönen steht, glaubt seinen ersten HerrnIm Schlachtgedräng zu sehn, und überläßt voll FreudeSich einen Augenblick der süßen Augenweide:

Doch bald zerstreut den angenehmen WahnDes Fräuleins Angstgeschrci; er sieht der Heiden Nasen,Sieht seines Herrn Gefahr, setzt flugs das Hifthorn anUnd bläst, als läg' ihm ob die Todten aufzublascn.

67 .

Die ganze Burg erschallt davon und kracht:

Und stracks verschlingt den Tag die fürchterlichste Nacht,Gespenster lassen sich wie schnelle Blitze sehen,

Und unter stetem Donner schwanktDes Schlosses Felsengrund. Der Heiden Herz erkrankt;Sie taumeln Trunknen gleich, Gehör, Gesicht vergehen,Der schlaffen Hand entglitschen Schwert und Speer,

Und gruppenweis' liegt alles starr umher.

68 .

Der Sultan, übertäubt von so viel Wunderdingen,

Scheint mit dem Tod den letzten Kampf zu ringen;

Sein Arm ist nervenlos, sein Athem schwer,

Sein Puls schlägt matt, und endlich gar nicht mehr.

Auf einmal schweigt der Sturm; ein lieblich säuselnd WehenErfüllt den Saal mit frischem Lilienduft,

Und, wie ein Engelsbild ob einer Todtengruft,

Läßt Oberon sich itzt auf einem Wölkchen sehen.