Fünfter Gesang.
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51 .
Die schöne Rezia erblaßt bei diesem Wort,
Ihr ängstlich Auge scheint zu fragen und zu bitten:„Warum verziehn? warum am steilen BordDes Untergangs verziehn? O laß mit FlügelschrittenUns eilen, eh' der Tanmclgeist zerrinnt,
Der unsrer Feinde Sinnen bind't!"
Doch Hüon, unbewegt, begnüget sich, mit BlickenVoll Liebe ihre Hand fest an sein Herz zu drücken.
52 .
Allmälich ließ nunmehr die Kraft des Horncs nach;Die Köpfe schwindelten, die Beine wurden schwach,Kein Faden war an allen Tänzern trocken,
Und, in der athemlosen BrustGeschwellt, begann das dicke Blut zu stocken.
Zur Marter ward die unfreiwill'ge Lust.
Durchnäßt, als stieg' er gleich aus einer Badewanne,Schwankt der Kalif auf seine Ottomannc.
53 .
Mit jedem Augenblick fällt, starr und ohne Sinn,
Da, wo rings um die Wand sich Polster schwellend heben,Ein Tänzer nach dem andern hin.
Emirn und Sklaven stürzen zappelnd nebenGöttinnen des Serais, so wie's dem Zufall däucht,
Als ob ein Wirbelwind sie hingeschüttelt hätte,
So daß zugleich auf einem RuhebetteDer Stallknecht und die Favoritin keicht.