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Oberon.
' 48 .
Die nie erhörte SchwärmereiLockt bald aus jedem VorgemacheDer Kämmerlinge Schaar herbei,
Sodann das Frauenvolk, und endlich gar die Wache.
Sie all' ergreift die lust'ge Raserei:
Der Zaubertaumel setzt den ganzen Harem frei;
Die Gärtner selbst in ihren bunten Schürzen
Sieht man sich in den Reihn mit jungen Nymphen stürzen.
49 .
Als eine, die kaum ihren Augen glaubt,
Steht Rezia, des Athems fast beraubt.
Welch Wunder! ruft sie aus: und just in dem Momente,Wo nichts als dieß uns beide retten könnte!
Ein guter Genius ist mit uns, Königin,
Versetzt der Held. Indem kommt durch die HaufenDer Tanzenden sein treuer ScherasminMit Fatmen gegen sie gelaufen.
SV.
Kommt, keicht er, lieber Herr! Wir haben keine ZeitDem Tanzen zuzusehn; die Pferde stehn bereit,
Die ganze Burg ist toll, die Thüren alle offenUnd unbewacht; was säumen wir?
Auch Hab' ich unterwegs Frau Fatmen angetroffen,
Zur Flucht bepackt als wie ein lastbar Thier.
Sei ruhig, spricht der Held, noch ist's nicht Zeit zu gehen,Erst muß das Schwerste noch geschehen.