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Oberon.
30 .
Nichts halb zu thun ist edler Geister Art.
Ein reich gezäumtes Roß steht vor der Thür der Alten,Und neben ihm zwei Knaben, schön und zart,
In Silberstück, die ihm die goldnen Zügel halten.
Herr Hüon schwingt sich auf; die Knaben frisch voran,Und führen ihn auf einem Seitenwege,
Am Strome hin, durch blühende Gehäge,
Bis sie der hohen Burg sich gegenüber sahn.
31.
Schon ist er durch den ersten Hof gezogen,
Im zweiten steigt er ab und geht znm dritten ein.
Er scheint ein Hochzeitgast vom ersten Rang zu sein,
Und überall, von diesem Schein betrogen,
Macht ihm die Wache Platz. Er schreitet frei und stolzDaher, und nähert sich dem Thor von Ebenholz.
Zwölf Mohren, Riesen gleich, stehn mit gezücktem EisenDie Unberechtigten vom Eingang abzuweisen.
32.
Mein des Ritters Staat und königlicher BlickDrückt, wie er sich der hohen Pforte zeiget,
Die Säbelspitzen schnell zurück,
Die fernher sich entgegen ihm geneiget.
Die Flügel rauschen auf. Hoch schlägt sein Heldenherz,Indem sie hinter ihm sich wieder wehend schließen.
Drauf führt ein Säulengang, an welchen Gärten stießen,Ihn noch zu einer Thür von übergüldtcm Erz.