Fünfter Gesang.
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33 .
Ein großer Vorsaal war's, mit Sklaven aller FarbenKombabischen Geschlechts erfüllt,
Die ewig hier am Quell der Freude darben,
Und, da ein Mann, von Emirsglanz umhüllt,
In ihre hohlen Augen schwillt,
Mit Blicken, die in Knechtsgefühl erstarben,
Die Arme auf die Brust ins Kreuz gefaltet, stehn,Und kaum so muthig sind ihm hintennach zu sehn.
34 .
Schon tönen Cymbeln, Trommeln, Pfeifen,
Gesang und Saitenspiel vom Hochzeitsaale her;
Schon nickt des Sultans Haupt von Weindunst doppelt schwer,Und freier schon beginnt die Freude auszuschweifen;
Der Braut allein thcilt sich die Lust nicht mit,
Die in des Bräut'gams Augen glühet:
Als, eben da sie starr auf ihren Teller stehet,
Herr Hüon in den Saal mit edler Freiheit tritt.
35 .
Er naht der Tafel sich, und alle AugenbrauenZiehn sich erstaunt empor, den Fremden anzuschauen.
Die schöne Rezia, die ihre Träume denkt,
Halt auf den Teller noch den ernsten Blick gesenkt;
Auch der Kalif, den Becher just zu leerenBeschäftigt, läßt sich nicht in seinem Opfer stören:
Nur Babekan, den seines nahen Falls
Kein guter Geist verwarnt, dreht seinen langen Hals.