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Oberon
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Oberon.

24.

Er schlummert ein, und schläft in einem ZugNoch immer fort, da schon des Sonnenwagens FlugDen Himmel halb getheilt. Sein Alter ging indessenUm von der Burg die Lage auszuspähn,

Und zum Entführungswerk das nöth'ge vorzusehn;Derweil, am kleinen Herd, zu ihrem MittagscssenDie gute Wirthin Anstalt macht,

Halb mürrisch, daß ihr Gast so lange nicht erwacht.

25.

Sie schleicht zuletzt, um wieder durch die SpaltenZu gucken, an die Thür, und trifft (zu gutem GlückFür ihren Vorwitz) just den ersten Augenblick,

Da Hüons Augen sich dem goldnen Tag entfalten.Frisch, wie der junge Mai sich an den Reihen stelltWenn mit den Grazien die Nymphen Tänze halten,Hebt sich mit halbem Leib empor der schöne Held,Und rächet, was zuerst ihm in die Augen fällt?

26.

Ein Kaftan, wie ihn nur die höchsten Emirn tragen,

Wenn sich der Hof zu einem Feste schmückt,

Auf goldbeblümtem Grund mit Perlen reich gestickt,

Liegt schimmernd vor ihm da, um einen Stuhl geschlagen;Ein Turban drauf, als wie aus Schnee gewebt,

Und, um ihn her, den Emir zu vollenden,

Ein diamantner Gurt, an dem ein Säbel schwebt,

So reich, daß Scheid' und Griff ihm fast die Augen blenden.