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Oberon
Entstehung
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Oberon.

18 .

Das Feuer, das aus ihren Augen strahlt,

Die Ungeduld, das lauschende Verlangen,

Das ihre Lippen schwellt und ihre zarten WangenMit ungewohntem Purpur malt,

Setzt ihre Jungsraun in Erstaunen.

Ist dieß die widerspenst'ge Braut,

(Beginnen sie einander znzuraunen)

Der gestern noch so sehr vor diesem Tag gegraut?

19 .

Indessen sammeln sich die Emirn und Wessire,Geschmückt zum Fest, im stolzen Hochzeitsaal.

Gerüstet steht das königliche Mahl,

Und, bei Trompetenklang, tritt aus der goldnen ThüreDes heiligen Palasts, von Sklaven aller ArtUmflossen, der Kalif mit seinem grauen Bart.

Der Drusenfürst, noch etwas blaß von Wangen,

Kommt stattlich hinter ihm als Bräutigam gegangen.

20 .

Und gegenüber thnt die Thür von Elfenbein

Sich aus dem Harem auf, und, schöner als die Frauen

In Mahoms Paradies, tritt auch die Braut herein.

Ein Schleier zwar, gleich einem silbergrauenGewölle, wehrt dem EngelsangesichtDen vollen Glanz allblendend zu enthüllen;

Und dennoch scheint ein überirdisch Licht

Bei ihrem Eintritt stracks den ganzen Saal zu füllen.