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Oberon
Entstehung
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Oberon.

54 .

Und als ihm'S der, wiewohl nicht gern, gewährt,Bestieg er heute früh vor Tag sein bestes Pferd,

Und ritt hinaus. Was weiter vorgegangenIst unbekannt. Genug, er kam, zum guten Glück,Auf einem fremden Gaul, ganz leise, sonder PrangenUnd ohne eine Klau' vom Ungeheur zurück.

Man sagt, er habe stracks, sobald er heim gekommen,Sich hingelegt und Bezoar genommen.

55 .

Bei allem dem find nun mit unerhörter PrachtDie Zubereitungen zum Hochzeitfest gemacht;

Unfehlbar wird es morgen vor sich gehen,

Und Rezia sich in der nächsten NachtIn Babekans verhaßten Armen sehen.

Eh' dieß geschieht, fuhr Hüon rasch heraus,

Eh' soll das große Rad der Schöpfung stille stehen!

Der Ritter und der Zwerg sind, glaubt mir, auch vom Schmaus.

56 .

Die Alte wundert sich des Wortes, und betrachtetGenauer, was sie erst nicht sonderlich geachtet,

Des Fremden blaues Aug' und langes gelbes Haar,

Und seinen Ritterschmuck, und daß er nur gebrochenArabisch sprach, und daß er schöner war,

Als je ein Mann, der in die Augen ihr gestochen:

Das rasche Wort, das er gesprochen,

Und diese Aehnlichkeit! es däucht ihr sonderbar.