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Oberon
Entstehung
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Oberon.

48 .

Der Wagen hielt. Der Zwerg mit seinem LilienstabBerührte sie: stracks fiel die Rehhant ab:

Die schöne Nezia, auf ihres Retters Bitten,

Stieg in den Wagen ein, und setzt' erröthend mittenSich zwischen ihn und den, dem sich ihr Herz ergab,Wiewohl noch Lieb' und Scham in ihrem Busen stritten.Der Wagen fuhr nun scharf den Berg hinan,

Und stieß vor einen Stein, und sie erwachte dran.

43 .

Weg war ihr Traum, doch nicht aus ihrem HerzenDer Jüngling mit dem langen gelben Haar.

Stets schwebt sein Bild, die Quelle süßer Schmerzen,Bei Tag und Nacht ihr vor, und seit der Stunde warDer Drusenfürst ihr unerträglich.

Sie könnt' ihn ohne Zorn nicht hören und nicht sehn.Man gab sich alle Müh die Ursach' auszuspähn;Umsonst, sie blieb geheim und stumm und unbeweglich.

SO.

Nur ihre Amm' allein, von der ich, wie gesagt,

Die Mutter bin, wußt' endlich Wege zu finden,

Das seltsame Geheimnis;, das sie nagt,

Aus ihrer Brust heraus zu winden.

Allein ihr wißt, ob mit vernünft'gen GründenEin Schaden heilbar ist, der heimlich uns behagt?

Die arme Dame war sich selber gram, und wollteDaß Fatme dennoch stets dem Uebel schmeicheln sollte.