Vierter Gesang.
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45 .
„Jedoch, seit einem Zwischenraum
Von wenig Wochen hat sich alles umgekehret.
Seitdem kann Rezia den armen Prinzen kaumVor Augen sehn. Ihr ganzes Herz empöretSich, wenn sie nur von Hochzeit reden höret;
Und, was unglaublich ist, so hat ein bloßer TraumDie Schuld daran." — Ein Traum? rust Hüon ganz in Feuer;Ein Traum? ruft ScheraSmiu, welch seltsam Abenteuer!
46 .
Ihr träumte, fährt die Alte fort,
Sie werd' in Rehgestalt an einem wilden OrtVon Babekan gejagt. Sie lief, von zwanzig HundenVerfolgt, in Todesangst herab von einem Berg;
Ihm zu entfliehen war die Hoffnung schon verschwunden!Da kam ein wunderschöner ZwergIn einem Phaeton, den junge Löwen zogen,
In vollem Sprung entgegen ihr geflogen.
47 .
Der Zwerg in seiner kleinen HandHielt einen Llühnden Lilienstängel,
Und ihm zur Seite saß ein fremder junger Fant,
In Rittcrschmuck, schön wie ein barer Engel;
Sein blaues Aug' und langes gelbes HaarVerrieth, daß Asten nicht sein Geburtsland war;
Doch, wo er immer hergekommen,
Genug, ihr Herzchen ward beim ersten Blick genommen.