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Oberon
Entstehung
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Oberon.

36 .

Noch irrten sie in seinen ersten GassenUnkundig in der Dämmruug hin und her,

Als Fremde, die sich bloß vom Zufall leiten lassen:Da kam des Wegs von ungefährAn ihrem Stab ein Mütterchen gegangen,

Mit grauem Haar und längst verwelkten Wangen.He Mutter, seid so gut, schreit Scherasmin sie an,Und weiset uns den Weg zu einem Han.

37 .

Die Alte bleibt gestützt auf ihre Krücke stehen,

Und hebt ihr wankend Haupt, die Fremden anzusehcn.

Herr Fremdling, spricht sie drauf, von hier ist's ziemlich weitZum nächsten Han; doch, wenn ihr müde seidUnd wenig euch genügt, so kommt in meine Hütte;

Da steht euch Milch und Brot, und eine gute SchütteVon frischem Stroh zu Dienst, und Gras für euer Vieh;Ihr ruhet aus, und zieht daun weiter morgen früh.

38 .

Mit großem Dank für ihr gastfreundliches ErbietenFolgt Hüon nach. Ihm däucht kein Lager schlecht,

Wo Freundlichkeit und Treu der offnen Thüre hüten.

Die neue Baucis macht in Eil die Streu zurecht,

Wirft Quendel und OrangenblüthenAns ihrem Gärtchen drauf, trägt fette Milch voll SchaumUnd sast'ge Pfirschen auf, und Feigen frisch vom Baum,Beklagend, daß ihr jüngst die Mandeln nicht geriethen.