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Oberon
Entstehung
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68
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Oberon.

63 .

Er hört ihr ängstlich Schrein, will nach o Höllenpein!Und kann nicht! steht, entseelt vor Schrecken,

Starr wie ein Bild ans einem Leichenstein.

Vergebens strebt er, leicht, und ficht mit Arm nnd Bein;Er glanbt in Eis bis an den Hals zu stecken,

Sieht aus den Wellen sie die Arme bittend strecken,

Und kann nicht schrein, nicht, wie der Liebe WuthIhn spornt, ihr nach sich stürzen in die Fluth.

64 .

Herr! ruft ihm ScheraSmin, da er sein banges SchnaubenVernimmt, erwacht, erwacht! ein böser TraumSchnürt euch die Kehle zu. Fort, Geister, macht mir Raum,Schreit Hüon, wollt ihr mir auch ihren Schatten rauben?Und wüthend fährt er auf aus seinem Traumgesicht;

Noch klopft von Todesangst umfangen

Sein stockend Herz, er starrt ins Tageslicht

Hinaus, und kalter Schweiß liegt auf den bleichen Wangen.

V-

65 .

Das war ein schwerer Traum, ruft ihm der Alte zu:

Ihr lagt vermuthlich wohl zu lange auf dem Rücken?

Ein Traum ? seufzt Siegwins Sohn mit minder wilden Blicken,Das war's! allein ein Traum, der meines Herzens RuhAuf ewig raubt!Das wolle Gott verwehren,

Mein bester Herr!" Sag' mir im Ernste, (sprichtDer Ritter ernstvoll) glaubst du nicht,

Daß Träume dann und wann der Zukunft uns belehren?