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Oberon
Entstehung
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Oberon.

57 .

Allmählich sank die süße Harmonie,

Gleich voll, doch schwächer stets, herunter bis zum SäuselnDer sanft'sten Sommerlnst, wenn kaum sich je und jeEin Blatt bewegt und um der Nymphe KnieIm stillen Bache sich die Silberwellen kräuseln.

Der Ritter, zwischen Schlaf und Wachen, höret sie

Stets leiser Wehn, bis unter ihrem Wiegen

Die Sinne unvermerkt dem Schlummer unterliegen.

58 .

Er schlief in Einem fort, bis, da der frühe HahnAurorens Rosenpferde wittert,

Ein wunderbarer Traum sein Innerstes erschüttert.

Ihm däucht, er geh' auf unbekannter Bahn,

Am User eines Stroms, durch schattige Gefilde;

Auf einmal steht vor ihm ein göttergleiches Weib,

Im großen Auge des Himmels reinste Milde,

Der Liebe Reiz um ihren ganzen Leib.

59 .

Was er empfand ist nicht mit Worten auszudrücken,

Er, der zum ersten Mal itzt Amors Macht empfand,Und athemlos, entgeistert vor Entzücken,

Sein Leben ganz in seinen Blicken,

Im Boden eingewurzelt stand,

Sie noch zu sehen glaubt, nachdem sie schon verschwand,Und, da der süße Wahn zuletzt vor ihm zerfließet,Nichts mehr zu sehn die Augen sterbend schließet.